William James und die
Jagd nach Beweisen für ein Leben nach dem Tod
Parapsychologie – Betrug? Einbildung? Wahrheit?
Geistererscheinungen,
Kommunikation mit Toten, ein Leben nach dem Tod – diese Themen berühren
unsere ureigensten Ängste vor dem Sterben ebenso wie religiöse
Hoffnungen und Glaubensvorstellungen. So dürfte Deborah Blums Buch kaum
einen Leser unberührt lassen, geht es doch um nicht weniger als die
letzten Fragen nach dem „Woher“ und „Wohin“ des Menschen. Ausgestattet
mit der erzählerischen Begabung einer herausragenden
Romanschriftstellerin, berichtet die Pulitzer-Preisträgerin von einigen
der mutigsten Männer und Frauen der modernen Forschungsgeschichte. Im
Mittelpunkt steht der Ende des 19. Jahrhunderts weltberühmte William
James, Professor der Psychiatrie an der Harvard University. Mit den
Mitteln der Wissenschaft versuchte er Licht zu bringen in
Geistererscheinungen, mediale und allgemein parapsychologische
Phänomene. „Geister-Jäger“ James und seine Mitstreiter riskierten nicht
nur den Spott und die erbitterte Feindschaft ihrer Fachkollegen, sie
mussten auch mehr als einmal die Grenzen ihrer eigenen psychischen
„Komfortzonen“ überschreiten, um unerschrocken ins Unbekannte
vorzudringen. Mit Sciencefiction-Klamauk à la „Ghostbusters“ hat dieses
Buch nichts gemein. Deborah Blums Bericht aus der Dämmerzone zwischen
Diesseits und Jenseits ist wahrhaftig wie eine gute
Wissenschaftsreportage und zugleich spannender als jede „Akte-X“-Folge.